Religion
Buddhismus
Der Theravada Buddhismus ist Thailands tatsächliche Staatsreligion, deren offizielle Einführung derzeit angestrebt wird.
Mehr als 94 % der Bevölkerung bekennen sich dazu. Andere Religionen genießen staatlichen Schutz: 4 % Moslems (überwiegend Malaien im Süden), 0,6 % Christen und ca. 65.000 (0,1%) Hindus (meist Inder). Nur 0,4 % bezeichnen sich als religionslos.
1998 betrug die Anzahl der Wats (buddhistische Tempelanlagen) im ganzen Land 30.678. Sie sind vor allem in ländlichen Gebieten zu finden.
Nach einer offiziellen Zählung im Jahre 1998 gab es 265.956 Bhikkhus (Mönche). Traditionell tritt fast jeder männliche Thai, aber nur wenige Frauen. Einmal im Leben sollte der Thai für mehrere Wochen in ein Kloster gehen, um sich in der Meditation zu üben und den Regeln der Mönchs- bzw. Nonnengemeinschaft zu unterziehen.
Etwa ein Drittel der männlichen Jugendlichen zwischen 12 und 18 / 20 Jahren lebt für ein bis sechs Jahre als Novizen im Tempel und geht von dort aus in besondere Mönchschulen. Nach Beendigung der Schule legen die meisten von ihnen die Robe ab und kehren als Laien in die Gesellschaft zurück. Sofern ein Novize mit 20 Jahren noch im Tempel ist, muss er sich entscheiden auszutreten oder Mönch zu werden.
Ist jemand in einer persönlichen Krise, vom Geschäftsleben gestresst, hat seine Pflichten als Familienvater erfüllt oder ist Witwer geworden, kann er bis zu dreimal Mönch auf Zeit sein, wobei er das Kloster und die Dauer seiner Ordination frei wählen kann. Dieser Rückzug hat häufig die Dauer einer Regenzeit (3 Monate) oder eines Jahres.
Mönche, Novizen und Nonnen werden als Vorbilder gesehen und genießen in der Gesellschaft hohen Respekt.
Kultur
Die thailändische Kultur hat eine Jahrhunderte lange Tradition, die sich jedoch durchaus neuen Anforderungen und Gegebenheiten anpassen kann. Sie ist geprägt vom Buddhismus, der als Quasi-Staatsreligion als verbindendes Element fast aller Thais dient.
Um die Alltagskultur zu verstehen, ist es wichtig den Charakter thailändischer Religiosität zu beachten.
Die Achtung vor dem Älteren, aber auch der Respekt vor dem Höhergestellten sind Kennzeichen des gesellschaftlichen Umgangs. Sie äußern sich unter anderem im "Wai", dem traditionellen Gruß der Thais untereinander.
Mönche begrüßen mit dem „Wai“ nur höher gestellte Mönche oder Buddhastatuen und erwidern den „Wai“ von Laien nicht.
Der „Wai“ wird auch als Geste des Dankes verwendet.
Heute ist es üblich, dass die Crew ihre Fluggäste mit dem Wai begrüßt und Kassierer sowie Verkäufer in Geschäften ihre Kundschaft nach Beendigung des Einkaufs so verabschieden, wobei in diesem Falle der Wai allenfalls mit einem Lächeln erwidert wird.
Diese neuere Sitte wird von einigen einheimischen und ausländischen Beobachtern als Kommerzialisierung thailändischer Kultur kritisiert.
Wenn ein Tourist als Kunde ein Geschäft oder als Gast ein Restaurant betritt und das womöglich jüngere Personal als erster mit einem beflissenen „Wai“ bis an die Stirn begrüßt, um zu zeigen wie gut er sich anpasst, ist dies ziemlich peinlich, macht er doch gleich drei Fehler auf einmal.
So genügt sowohl zur Danksagung als auch zur Begrüßung ein freundliches Lächeln und Nicken mit dem Kopf, das von jedem Thai verstanden und akzeptiert wird.
Das Land des Lächelns und deren Fettnäpfchen...
Es ist ratsam sich ein wenig mit den Sitten und Brächen der Thais auseinander zu setzen. Damit der Urlaub nicht zum Glücksspiel wird, sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten:
Dies und Das
Vor dem Betreten eines Tempels oder Wohnraumes eines Privathauses ist es üblich, die Schuhe auszuziehen. In Tempeln oder religiöse Stätte sollte lange Kleidung und geschlossenes Schuhwerk getragen werden. Vor allen buddhistische Mönche, Buddhastatuen und andere religiöse Symbole sollten mit dem entsprechenden Respekt behandelt werden. Dringend abgeraten wird von, jeglichen kritischen Bemerkung über das hoch angesehene Königshaus.
Kaum zu glauben
Zärtlichkeiten sind zwischen Mann und Frau in Gegenwart anderer, auch wenn es die eigene Familie ist, nicht üblich. Bei verliebten Jungen Pärchen wird man nie in der Öffentlichkeit sehen, das Händchen gehalten wird. Thailändische Männer werden nie einer Frau in der Öffentlichkeit den Hof machen. Daher ist es kein Problem für alleinreisende weibliche Touristen. Frauen müssen nicht befürchten permanent von einheimischen Männern angesprochen zu werden.
Absolutes "no go"
- Nie mit den Füssen auf jemanden zeigen!
- Niemandem auf Kopf fassen!
- Schuhe ausziehen vor dem Eintreten in ein Tempel /Haus!
- Nie einen Mönch berühren!
- Wettspiele und andere Spiele um Geld sind verboten!
- Prostitution ist verboten!
- Niemals über einen Menschen steigen!


